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27/02/2020 | büdingen | Keine Kommentare

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Ich geb’s zu. Ich bin ein Parkscheinautomatenmuffel wie er im Buche steht. Nein, es geht nicht um das Kleingeld oder die Parkgebühren, sondern schlichtweg um den Weg bis zum Parkscheinautomaten, wieder retour zum Auto, um dieses blöde Parkticket hinter die Windschutzscheibe zu legen, wo es dann sein Dasein fristet, bis es vergilbt ist.

Eigentlich sollte ich es ja aus Österreich gewohnt sein, denn der Gang in die Trafik, um dort seinen Parkschein für die blau-markierten Parkflächen zu holen ist so etwas wie Gewohnheit gewesen. Aber hier in Deutschland? Diese Parkuhren, die man noch drehen mußte, fand ich ja noch ganz knuffig, aber diese Parkscheinautomaten? Die gehen irgendwie so gar nicht an mich.

Da ich einen Faible für Digitales habe, das einfach praktisch ist, war ich angetan von der Tatsache, daß man – seit Dezember letzten Jahres schon – nun auch in Büdingen seine Parkgebühren per Mobiltelefon bezahlen kann. Dies, weil Büdingen mit „smartparking“ (Initiative für digitale Parkraumbewirtschaftung) zusammenarbeitet. Mitbekommen habe ich es natürlich erst wieder einmal, als dies in den sozialen Netzwerken und im hiesigen „Blättchen“ im Jänner dieses Jahres veröffentlicht wurde.

Zugegeben: Das Angebot der aufgeführten Anbieter war verwirrend und hat mich im ersten Moment schlichtweg „erschlagen“. Registrierungsgebühr, monatliche Gebühr, Servicegebühr je Vorgang, Gebühr für vorzeiges Beenden, Transaktionskosten, Elektroauto aufladen, Kosten f. Zugangskarte für Parkhäuser, Geschäftskunde, Privatkunde … Mir brummte der Schädel.

Letztendlich machte dann „Park and Joy“ das Rennen. Warum? Weil ich beruflich hauptsächlich in Deutschland unterwegs bin, Elektroauto (und das Gedöns damit) für mich keine Option ist und ich keinen Bock habe, je Vorgang irgendeine Servicegebühr noch zusätzlich „abzudrücken“.

Das bereits „geschnürte Paket“ i.R. des „Comfort + Park Protect“ erschien mir – geschäftlich – am vernünftigsten, zumal man zukünftig wohl auch damit in APCOA Parkhäusern (Praktisch, gerade in FFM) kontaktlos parken kann.

Um dem städt. Ordnungsamt anzuzeigen, daß man digital parkt, ist eine Vignette hilfreich, die man sich hier herunterladen kann. Bissi Bastelarbeit und dann an die Windschutzscheibe gepickt. Feddisch!

Was tut man nicht alles, um das OA zu unterstützen 😇. Spaß beiseite. Hilfreich für manch‘ Ordnungsamt, das vielleicht nicht, wie das unsrige hier, über ein Online-System das Kennzeichen i.R. der Überprüfung des ruhenden Verkehrs nunmehr automatisch abgleicht.

Innerhalb von 15 min. „App“ (Park and Joy – Parkplatz finden & digital bezahlen) heruntergeladen, sowie Registrierung vorgenommen, Kennzeichen und Zahlungsmodalitäten angegeben (alles ohne Probleme).

Erster Praxisversuch in unserer Kernstadt (Rhein-Main Region steht in den kommenden Wochen wieder beruflich an). Pfrimelig für mich, weil ich mich dabei ziemlich dämlich angestellt habe (Der „Fehler“ sitzt halt wirklich meist vorm Monitor und „wischen“, bzw. „sliden“ sollte er zumindest inzwischen raushaben 😉). Auch ich hab’s dann aber endlich kapiert und hinbekommen.

Da es länger gedauert hat, meldete sich die „App“ 5 min. vor Ablauf der Parkzeit. Und da meine Besorgungen länger dauerten, habe ich komfortabel die Zeit verlängern können – mitten im Laden.

Da ich bis heute noch keinen Strafzettel bekommen habe, scheint’s auf der ganzen Linie erfolgreich gewesen zu sein (Bei uns hier wird nämlich kontinuierlich kontrolliert und ich bin eigentlich immer ein „Kandidat“ für einen Strafzettel gewesen 😉).

Erstes Fazit:
Die monatliche Gebühr i.H. v. € 3,98 (€ 1,99 mtl. Gebühr + € 1,99 Versicherung) ist es mir wert, da ein Versicherungsschutz vor Parkschäden durch Unbekannte (Fahrerflucht) mit drin ist. Gerade in Parkhäusern vielleicht nicht ganz unpraktisch. Mag jeder vielleicht anders sehen – cha­cun à son goût. Diese „Geiz ist geil“-Mentalität ist halt nicht so wirklich meine, daher ist diese mtl. „FLAT“ sozusagen das „Rundum-Sorglos-Paket“ für mich.

Ja, ich weiß, daß die meisten Fahrerfluchten auf (privaten) Parkplätzen z.B. von Supermärkten stattfinden und diese Versicherung vielleicht für die Katz‘ sein mag, aber im Zuge des Ausbaus rechne ich auch damit, daß sich diesem System in naher Zukunft auch solche anschließen werden.

Und da die Fahrerfluchten nun einmal nicht weniger werden – egal ob „öffentlicher“ oder „privater“ Parkplatz – ist es beruhigend, eine solche für den „Fall der Fälle“ zu haben.



Bilder / Logo „Park and Joy“: Mit freundlicher Genehmigung von T-SYSTEMS INTERNATIONAL GMBH Smart City – Park and Joy

By HI

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HI

Zugereister Austrianer, der seine ganz persönlichen Ansichten zu seinen (realen sowie virtuellen) Alltagserlebnissen in und um seine Wahlheimat Büdingen (Hessen) wiedergibt. "Granteln" seinerseits inklusive ;-)