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05/04/2020 | bĂŒdingen, coronavirus, glosse, zeitgeschehen | Keine Kommentare

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[Glosse]

Die Verbotsideologie der letzten Jahr(zehnt)e zeigt Wirkung. Inzwischen neigt der durchschnittliche „Piefke“ weder zur Revolution noch ĂŒberdurchschnittlicher Erregung, wenn es um zahlreiche Verbote geht. Und so akzeptiert er auch – relativ widerspruchslos – in Zeiten dieser „Coronakrise“ die (gravierende) EinschrĂ€nkung seiner Grundrechte.

Anders sieht die Sache natĂŒrlich aus, wenn man ihm seines drei- bis vierlagigen – vorzugsweise nach Kamille durftenden – Zellstoffs fĂŒr sein stilles Örtchen durch HamsterkĂ€ufe berauben will. Da wird er komisch.

Wenn man ihm dann auch noch die Abgabemenge dieser aufgerollten Rektalserviette, welche den piefkenesischen Allerwertesten in neuem Glanz erstrahlen lĂ€sst, begrenzt, scheint dies endgĂŒltig der Tropfen zu sein, der das Faß zum ĂŒberlaufen bringt – sprich‘ die bekannte piefkenesische Gelassenheit endgĂŒltig in Wallung und somit in Aktion versetzt.

Nachdem dieser – in der ihm eigenen teutonischen Akribie – „Nudeln“, „Hefe“, „Dosenfutter“, „Mehl“, sowie sĂ€mtliche Desinfektionsmittel(chen) gehortet hat (ja, auch die apokalyptischen Weltuntergangsszenarien der FFF-Schneeflockengeneration haben ihre Wirkung nicht verfehlt), wird sich nunmehr mit dem „weißen Corona-Gold“ ĂŒberdurchschnittlich eingedeckt (12 – 18 kg (der eine sagt so, der andere so) pro Jahr langen in solchen Krisenzeiten schlichtweg nicht pro Durchschnittshaushalt).

Ja, ja, so hat auch die „bunte“ „Weltoffenheit“ und „Toleranz“ ihre Grenzen. SpĂ€testens dann, wenn es – sprichwörtlich – wohl um den eigenen „Arsch“ geht.

Da wird sich verbal mit den Verkaufsmitarbeitern angelegt, diese geschubst und, wenn das alles nichts bringt – so z.B. in Mannheim – verleiht man seinen Worten halt etwas handfestere Argumente.((19.03.2020, WELT „Klopapier fĂŒr zehn Jahre – Rutte hĂ€lt HamsterkĂ€ufern den Spiegel vor“)

Inmitten dieser „Krise“ mutiert diese Rektalserviette sogar zum Wertgegenstand, die man keinesfalls im Auto liegen lassen sollte, wie in WĂŒrselen (NRW) passiert.

Wegen der Coronakrise wurde die Produktion von Toilettenpapier sogar mehr als verdoppelt, erklĂ€rt Essity Vorstandsmitglied Volker Zöller„. Es „rollen tĂ€glich mehrere Millionen Rollen vom Band, ĂŒber 200 LKW bringen diese in alle Winkel dieses Landes“. Sauber!

Wenn’s um die Rektalhygiene geht, ist Schluss mit lustig. Jawoll! Schluss mit Klimakrise, Waldsterben, Umweltschutz und dem ganzen Ökogedöns. Drauf g’schissen! Ein Virus beendet die Ökodiktatur. Zumindest zeitweise. Wir wollen es ja nicht verschreien. LĂ€uft also … zumindest fĂŒr den teutonischen Hintern, der „Klimakrise“ zum Trotz.

Wenn man sich also heutzutage dem Zitat Götz von Berlichingen in Kurzform ausgesetzt sieht, könnte man diesen Worten vermutlich getrost Taten folgen lassen. An „Sauberkeit“ dĂŒrfte es dort, wo die Sonne nicht hin(ein)scheint, zumindest nicht mangeln?!

In meinen kĂŒhnsten TrĂ€umen hĂ€tte ich mir nicht vorstellen können, daß Klopapier mal die aktuell teutonische „Politideologie“ nebst politisch korrektem „Mainstream“ ad absurdum fĂŒhrt.

Daher: „Klopapier! Klopapier! Ein Königreich fĂŒr Klopapier!“

In diesem Sinne … 😉


Bild: Peter H / Pixabay

By HI

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HI

Zugereister Austrianer, der seine ganz persönlichen Ansichten zu seinen (realen sowie virtuellen) Alltagserlebnissen in und um seine Wahlheimat BĂŒdingen (Hessen) wiedergibt. "Granteln" seinerseits inklusive ;-)