„Generationenwechsel“

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Mit der Veröffentlichung ihrer Kandidatenliste für die Kommunalwahl 2021 lässt, nach der FWG Büdingen, nunmehr auch die SPD Büdingen die „Katze aus dem Sack“.

1. Manfred Scheid-Varisco, 2. Sieglinde Huxhorn-Engler, 3. Patrick Stürz, 4. Tamara Rösch, 5. Rolf Kleta, 6. Carola Siemon, 7. Boris Winter, 8. Beatrix Schmidt, 9. Markus Breuer, 10. Nadja Zinn, 11. Sebastian Moritz, 12. Meike Wenk, 13. Prof. Dr. Udo Stern, 14. Gertrud Wagner, 15. Edgar Stürz, 16. Katja Euler, 17. Alexander Thon, 18. Tina Ohm, 19. Eberhard Hensel, 20. Elfi Richter, 21. Michael Borck, 22. Ruth Müller, 23. Klaus Bube, 24. Maximilian Franz, 25. Ernst Conzelmann, 26. Stefan Varisco, 27. Jan Richter, 28. Albert Volz, 29. Horst Diefenbach, 30. Gerhard Kemink, 31. Horst Richter, 32. Bernd Leitner, 33. Waldemar Steinbring, 34. Otto Geyer, 35. Lutz Höritzsch, 36. Siegfried Müller, 37. Manfred Hix, 38. Chris Schneider, 39. Ralf Lang, 40. Christian Haberland, 41. Hermann Zinn, 42. Dennis Slanker, 43. Otmar Schneider, 44. Ulrich Borst, 45. Gerhard Steiner.

Gleichzeitig stehen damit auch die Kandidaten für den Ortsbeirat der Kernstadt fest. Es sind dies 1. Manfred Scheid-Varisco, 2. Beatrice Schmidt, 3. Rolf Kleta, 4. Jannek Skerra, 5. Nicolas Scherkamp.

Vielleicht erkennt ja jemand diesen „Generationenwechsel“, den ich – wenn ich mir so die Listenplätze anschaue – nicht wirklich zu erkennen vermag.

Da kandidiert z.B. auf Listenplatz 2 eine Frau Huxhorn-Engler, die sich selbst als „Pensionärin“ bezeichnet?! Auch die hinteren Listenplätze (ca. ab 28.) dürften diesem „Generationenwechsel“ widersprechen? Dieses „Zweifeln“ meinerseits bitte vor dem Hintergrund, daß man hier in Hessen bei Wahlen eben auch „kumuliert und panaschiert„.

Die Aussage, daß „die SPD in der neuen Legislaturperiode ohne Horst Richter wird auskommen müssen“, vermag ich ebenfalls nicht so recht nachzuvollziehen. Dies in Anbetracht der Tatsache, daß sich dieser mit Platz 31 der Liste – gemeinsam mit Ehefrau (Platz 20) – wiederfindet.

„Rückzug“ = politisches Taktieren

Heißt demnach vermutlich soviel wie: Im Fall einer Wahl wird das Mandat nicht angenommen, sondern an jemanden, der es nicht im ersten Anlauf in die Stadtverordnetenversammlung geschafft hat, weitergegeben?! Schade, da hätte ich doch eigentlich anderes erwartet. Einen klaren Schnitt. Keinerlei erneute Kandidatur.

Wie dem Kreis-Anzeiger, so ist auch mir vereinzelt der ein oder andere Name dieser Liste förmlich „ins Auge gesprungen“, bzw. auch aus dem Auge verloren, aber nicht aus dem Sinn gegangen …

Da wäre z.B. Prof. Dr. Udo Stern, der sich noch im BM-Wahlkampf 2015 als „unabhängig“ bezeichnete. Nunmehr ist er also „bei“ der SPD „angekommen“. Die seinerseits propagierte „Unabhängigkeit“ Makulatur?!

2016 hatte er zumindest vor, auf der SPD Liste zur Kommunalwahl zu kandidieren, was jedoch seitens der Mitglieder abgelehnt wurde. 5 Jahre später soll er also – lt. Kreis-Anzeiger und m.E. wenig schmeichelhaft – nunmehr als „Wild Card der SPD“ … als „Platzhalter der SPD“ „fungieren“?!

Die wiederum – von denselben SPD Mitgliedern, die einen Prof. Dr. Stern ablehnten – noch seinerzeit nominierte „Muslima, Spiegel-Bestseller-Autorin, ehrenamtliche Flüchtlingshelferin, Gewaltschutz, SPD Mitglied„, sucht man diesmal vergebens.

Nach der Kommunalwahl 2016 schien sich die – zumindest anfänglich vorhandene – „Euphorie“ für die „Genossin Schneidt“ auch auffallend schnell wieder zu legen?! Und dies lag vermutlich weniger daran, daß es für ein Mandat, der 7 für die SPD zu vergebenden Mandate, in der Stadtverordnetenversammlung für die „Genossin“ nicht langte.

Wegtreten, Genossin Schneidt!

„In Büdingen ist das mit der Begeisterung für Katja Schneidt aber so eine Sache. Großes Engagement und zuweilen Dominanz bescheinigt ihr Dieter Egner in der Flüchtlingshilfe. Die Sozialdemokraten, deren Mitglied die Autorin seit 1. Januar 2016 ist, sind indes alles andere als glücklich mit der Frau. Die Inhalte ihrer Bücher sind dem Gros der SPD ein Dorn im Auge – zu kritisch, zu überzogen, zu populistisch, zu fremdenfeindlich.“1)Björn Leo, Kreis-Anzeiger v. 10.02.2017, „Wegtreten, Genossin Schneidt“

causa „Sch(n)eid(t)

Mit Urteil des OLG FFM v. 07.03.2019 unterlag besagte „Genossin“ im Rechtsstreit gg. „ihren“ SPD Vorsitzenden, weil das OLG FFM das Urteil des LG Gießen gekippt und die Klage zugunsten diesem abgewiesen hat. Obwohl immer sehr mitteilsam, fand dieses auf ihrem Facebook Profil allerdings keinerlei Erwähnung. Dies ist auch nicht erstaunlich, denn „Frau Schneidt ist eine mutige Kämpferin für die Wahrheit. Sie ist bereit, unbequeme Wahrheiten auszusprechen – es sei denn, die Wahrheiten sind unbequem für sie selbst.

Es scheint jedoch zumindest so zu sein, daß das Kapitel „one trick pony“ für die Büdinger Genossen damit wohl endgültig abgeschlossen und ad acta gelegt worden ist.

„Aufbruchstimmung“ ist angesagt

Zumindest in Büdingen. Die Themen 2)siehe hierzu Artikel (hinter Bezahlschranke) v. 14.11.2020, Kreis-Anzeiger, sowie Kandidaten haben inhaltlich inzwischen wenig mit der „Arbeiterpartei“ von einst gemein. Aber dafür steht eine „SPD“ – gefühlt – ja schon seit Jahr(zehnt)en nicht mehr. Also, „so what“ …

Das Herz schlägt links

Man erkennt zumindest die Intention, ein „neues“ Profil entwickeln zu wollen. Dass sie sich „von der breiten politischen Mitte abzuheben“ sucht, finde ich allerdings amüsant, da es genau die fehleingeschätzte politische Verortung wiedergibt, der diese Partei unterliegt. Sie gehört nicht zur „breiten politischen Mitte“, nur weil sie sich selber gerne dort sehen würde und dies auch beständig versucht, zu suggerieren. Sie ist (und bleibt) nun einmal politisch „Links“.

Es ist ihr jedoch zumindest positiv anzurechnen, nunmehr endlich – auch regional – zu genau diesem „politischen Links“ zu stehen. Dies bekräftigt durch den geplanten neuen „Slogan“ „Unser Herz schlägt links“. Der alte – „Wir sind für die Menschen da“ – war in dieser Pauschalität sowieso Makulatur.

Klare Ansage

Mit dem Herausstellen dieser „linken Ausrichtung“ dürfte auch der politisch linke äußer(st)e Rand – mit dem man sowieso schon immer „geflirtet“ hat – mehr Raum und Stimme erhalten. Die Personalie manch‘ „Neuem“ veranlasst zumindest zu dieser Vermutung.

Dass dies wohl auch so „gewollt“ ist, auch – durch einen entsprechend „vorderen“ Listenplatz – „forciert“. Man darf – zurecht – mit der Bequemlichkeit eines Wählers rechnen, weniger zu „kumulieren und panaschieren“, sondern mit einem Kreuz zeitsparend seiner Schuldigkeit als Wähler Genüge getan zu haben.

Geschlossenheit

Wie auch in der Vergangenheit, so dürfte es auch bei diesem (nicht uninteressantem) „Kandidaten – Potpourri“ verschieden(st)er Charaktäre, lediglich ein Frage der Zeit sein, wenn es heißt: „Es kann nur einen geben“ …


Beitragsbild: Alexas_Fotos from Pixabay

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HI

Zugereister Austrianer, der seine ganz persönlichen Ansichten zu seinen (realen sowie virtuellen) Alltagserlebnissen in und um seine Wahlheimat Büdingen (Hessen) wiedergibt. "Granteln" seinerseits inklusive ;-)