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03/07/2020 | gedanken | Keine Kommentare

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Wir sind – im Zuge dieser „Corona-Panik“ – das Risiko eingegangen, unseren Jahresurlaub im Süden n i c h t zu stornieren und wir haben gut daran getan.

Eine Woche vor Urlaubsantritt erhielten wir unsere Reiseunterlagen und konnten uns auf den Weg machen. Gott sei Dank! Den Urlaub (und den damit verbundenen räumlichen Abstand) hatten wir bitter nötig.

Nu‘ sitze ich hier, schaue auf das Meer, genieße – inzwischen braungebrannt – an diesem schwülen Tag den leichten Wind und die Ruhe unseres Urlaubsdomizils.

Ja, es ist wenig los hier. „Corona“ hat auch hier seine Spuren in Form von Stornierungen hinterlassen. Während in der ersten Urlaubswoche die Mitarbeiter nur mit MNS die Zimmer gereinigt haben, ist dieser inzwischen auch verschwunden.

Die Tavernen sind seit Anfang Juni wieder alle geöffnet, gut besetzt, keinerlei MNS beim einkaufen o.ä. Einzig der Desinfektionsspender am Eingang der ein oder anderen Taverne stehend, wird von jedem Gast benutzt. Auch wird der Tisch mit Desinfektionsmittel gereinigt, bevor neue Gäste Platz nehmen.

„Normalität“ in einer Region, deren Bewohner für 3 Wochen unter Regionalquarantäne standen und ihren Heimatort nicht verlassen durften, knapp 1,5 Monate ihre Gewerbe komplett schließen mussten.

Keinerlei Berührungsängste mit „Fremden“, die herzlichst willkommen geheißen werden und um die man sich spürbar bemüht.

30 – 40% Touristenrückgang haben (wirtschaftlich) ihre Spuren hinterlassen. Die typischen „Touristenlokale“ weitestgehend leer, die Tavernen, die die Einheimischen besuchen, gut besetzt. Sehr gut besetzt sogar. Preislich absolut nicht zu kritisieren und das Essen durchweg prima.

Die Betreiberin einer Taverne, in der wir zu Abend aßen, erzählte, daß sie hauptberuflich Lehrerin sei und ihre Schüler während der Regionalquarantäne „remote“ unterrichtet habe. 400 Kunar (€ 52,92) habe sie dafür vom Staat erhalten (Unsere Rechnung an diesem Abend (zu Dritt) war deutlich höher).

Von staatlichen Corona-Hilfen, wie in Deutschland, kann man hier, in Dalmatien, nur träumen. Kürzlich forderte die Gemeinde die Zahlung für die gastronomisch genutzten Außenbereiche, erzählt sie. Dass diese knapp 1,5 Monate lang geschlossen hatten, die Außenbereiche somit nicht genutzt werden konnten (auf staatliche Anordnung!) interessiert die Stadt wenig bis gar nicht. Ich wage nicht zu fragen, wie sie es überhaupt geschafft haben, ihre Existenz während dieser Zeit zu bestreiten.

Sie schüttelt plötzlich lachend den Kopf, steht auf, bringt uns noch einen Slivovic, freut sich aufrichtig, daß wir da sind, uns mit ihr unterhalten, meint, daß es doch eigentlich nur noch besser werden kann,
živjeli!

Ob dies an der kroatischen Mentalität, die angeblich näher der italienischen denn der slawischen ist, liegt? Zumindest mit ein Grund, warum ich so gerne in diesem Land bin und diese Gastfreundschaft der Kroaten sehr genieße.

Aus dieser Ferne – WiFi sei Dank – verfolge ich die Presse in Büdingen, sowie die zahlreichen Protagonisten, die via der sozialen Netzwerke ihre politideoligisierten obrigkeitshörigen Weisheiten in Sachen „Corona“ raushauen (und bedauerlicherweise auch noch daran glauben).

Von hier aus betrachtet ist das, was sich da so abspielt, der reinste Wahnsinn. Und es ist gut, wenn man dies mit ausreichend räumlichen Abstand mal betrachten kann.

Ich habe weniger Probleme mit diesem derzeit kursierenden mutierten Grippevirus (Ja, so sehe ich diese „Corona-Panikmache“), als mit solchen Menschen, die alles „fressen“, was Ihnen die öffentlich rechtlichen Medien nebst Bundesregierung vorsetzen und der Ansicht sind, sie hätten die Weisheit mit den Löffeln gefressen und andere nicht nur „belehren“, sondern zu diffamieren suchen.

Solche Menschen erinnern mich an ein sehr dunkles Kapitel in der deutschen Geschichte. Geschichte wird nicht neu geschrieben. Sie wiederholt sich lediglich.

Wer einigermaßen bei klarem Verstand ist, kann eigentlich ob der aktuellen Situation nur fassungslos den Kopf schütteln und sollte gerade solchen Typen Pari geben. „Wo“ und „wann“ immer es geht. Mach‘ ich ab jetzt auch. War lange genug ruhig.

Ich warte momentan auch noch drauf, daß noch einer draufgesetzt wird, um weiter Angst und Schrecken (vielleicht mit einer überaus aggressiven Virusmutation?) zu verbreiten (Das erste Mal hat doch bereits super geklappt). Das Arbeiten mit Urängsten ist ja nun auch nix Neues.

Wer weiß, vielleicht wartet die Presse nur noch auf das „Go“? Na denn … Živili 🥂🍻!

By HI

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HI

Zugereister Austrianer, der seine ganz persönlichen Ansichten zu seinen (realen sowie virtuellen) Alltagserlebnissen in und um seine Wahlheimat Büdingen (Hessen) wiedergibt. "Granteln" seinerseits inklusive ;-)

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